Zwei, die sich nicht einig waren — und ein Zuhause, das beiden gehört.

PROJEKT · WOHNUNG DARAH
2024 · Berlin · Dual Signature

RAUMTYP
Wohnzimmer · Arbeitszimmer · Diele
PAKETE
Dual Signature
STATUS
Konzept
KUNDE
Daniel & Sarah
ORT
Berlin, Deutschland
GRÖßE
ca. 40 m²

DER AUSGANGSPUNKT

Verschiedene Vorstellungen, ein Grundriss, der keinem half.

Daniel und Sarah, ein Paar in Berlin, kamen mit zwei Vorstellungen, die weit auseinanderlagen. Er wollte klare Linien, kantige Möbel, wenig Dekoration, vor allem Raumgefühl. Sie wollte Wärme, Platz für Gäste, persönliche Dinge — und Salbeigrün. Dazu eine zweite Differenz: Daniel, in Brasilien aufgewachsen, wünschte sich einen offenen Raum ohne Flur; Sarah, in Deutschland, die Diele als Schwelle des Zuhauses.

Der Grundriss arbeitete gegen beide. 17,55 m² Wohnküche sollten drei Funktionen tragen und wirkten gedrungen. Ein Flur von gut 15 m² lag ungenutzt daneben. Daniel schrieb uns offen, dass er nicht mehr daran glaubte, dass ein Entwurf beide zufriedenstellen könnte.

„Ich mache mir Sorgen wegen der Einschränkungen der Wohnung."

— Daniel, im Briefing
Bestand Grundriss.

Wir haben mit der Schnittmenge angefangen.

DIE RICHTUNG

Bevor wir eine einzige ästhetische Entscheidung trafen, haben wir gesucht, was beide teilen. Beide wählten eine neutrale Palette. Beide fühlten sich zu bestimmte Materialien hingezogen. Und beide bewegen sich gemeinsam durch die Welt — Sport, Natur, Museen.

Diese Überschneidung wurde die Basis: warme, neutrale Töne und ehrliche, natürliche Materialien. Erst darauf konnte jede Stimme erscheinen, ohne die andere auszulöschen.

Mood Board Wohn-Arbeitszimmer · Farbpalette, Materialien, Atmosphäre.
Mood Board Diele.

Wo sich beide treffen.

DIE ENTSCHEIDUNGEN

Fünf Schritte zu einem gemeinsamen Raum.


01

Der Eingriff in den Grundriss

Der ungenutzte Flur und die zu kompakte Wohnküche waren das eigentliche Problem. Wir empfahlen einen kleinen Umbau: eine Wand entfernen, den Flur mit dem früheren Schlafzimmer zu einer großzügigen sozialen Zone verbinden, die an den Balkon anschließt, und den Rückzugsraum dorthin verlegen, wo heute das Wohnzimmer liegt. Das ist kein kleiner Schritt — Aber es ist der Schritt, der alles Weitere erst möglich machte.

02

Die Diele bleibt — und wird zum stärksten Moment

Hier trafen sich die Kulturen. Daniel wollte keinen Flur, Sarah die deutsche Schwelle. Wir behielten die Diele und gaben ihr die deutlichste Geste im ganzen Zuhause: Wände und Decke in Salbeigrün — Sarahs Wunsch aus dem Briefing —, einen gemusterten Läufer und ein Sideboard, das zugleich Schuhschrank für sechzehn Paar ist. Der Übergangsraum wurde zu dem Raum, an den man sich erinnert.

Die Diele in Salbeigrün — das Sideboard ist zugleich Schuhschrank für sechzehn Paar.
Der vorgeschlagene Eingriff: die markierte Wand entfällt.

03

Die durchlässige Wand

Zwischen Wohnen und Arbeiten steht eine freistehende Holzlamellen-Wand aus Eiche. Sie trennt die beiden Zonen, ohne sie zu schließen — und lässt Tageslicht in das Arbeitszimmer, das kein eigenes Fenster hat. Daniels Raumgefühl, unangetastet.

04

Das Wohnzimmer als Schnittmenge

Hier kommen beide zusammen: ein Sofa in Leinen, ein Couchtisch aus Holz, ein Sessel mit warmem Holzrahmen, ein grün getönter Teppich, der die Diele beantwortet. Offene, ruhige Anordnung für ihn; Material und Textur für sie. Ein Teppich von 2,40 × 4,00 m bindet alles zusammen.

05

Das Arbeitszimmer in Taupe

Ein warmes Neutral grenzt das Arbeiten vom Wohnen ab, ohne eine Tür zu brauchen. Das wandfixierte Regal ist die Hauptfigur des Raums. Der Schreibtisch steht zur Fensterlinie hin, damit er nicht gegen eine leere Wand arbeitet. Und die abstrakten Tuschearbeiten an der Wand: Daniel hatte geschrieben, er möge „gemalte Formen an der Wand, wisse aber nicht, ob das passt". Wir haben die Form gefunden, die passt.

Ein Stil,
der beiden gehört.

DAS ERGEBNIS

Ein Zuhause, in dem beide vorkommen — keiner ausgelöscht. Sarahs Wärme in der Diele, Daniels Klarheit im Arbeitszimmer, und ein Wohnzimmer, in dem sich beide treffen.

ERGEBNIS
Das Arbeitszimmer in Taupe — das wandfixierte Regal als Hauptfigur, Licht durch die Lamellen.
Salbeigrün als erster Eindruck — die Schwelle, die Sarah sich wünschte, und Daniel akzeptieren lernte.
Die durchlässige Wand: Sie trennt Wohnen und Arbeiten, ohne das Licht zu nehmen.
Was ich über den Prozess sagen kann: Ihr habt uns zugehört, wart kreativ und inspirierend. Wir haben vieles aus dem Projekt übernommen — und auch wenn wir nicht alles eins zu eins umgesetzt haben, hat es uns geholfen, einen Stil zu finden, der uns beiden gefällt. Liebe Grüße!
— Daniel
Der offene Schnitt: Raumgefühl und klare Wände — Daniels Wunsch, eingelöst.
Das wandfixierte Regal: einfache Lösung, die den Raum trägt.

Ein Dual Signature-Projekt.

So entstehen Räume, die zu Dir passen — in sechs Etappen, von der ersten Frage bis zur Übergabe.

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