Das ungenutzte
Wohnzimmer.
PROJEKT · WOHNEN · WOHNUNG DAN2025 · Oberhausen · Dual SignatureRAUMTYP
Wohn-Esszimmer · Küche · Schlafzimmer · DielePAKETE
Dual SignatureSTATUS
RealisiertKUNDE
Daniel S.ORT
Oberhausen, DeutschlandGRÖßE
ca. 25 m²DER AUFTRAGZweiter Akt.
Daniel kam mit einem zweiten Projekt zurück. Das erste — sein Schlafzimmer — war ein Jahr zuvor fertig geworden: ruhige Grautöne, Leinen an den Wänden, die Atmosphäre einer Hotelsuite. Es war zu seinem Lieblingszimmer geworden. So sehr, dass er begann, alles andere zu meiden.
„Ich muss Lust bekommen, auch mein Wohnzimmer zu benutzen. Derzeit nutze ich nur das Schlafzimmer."
— Daniel, im BriefingVorher — die Ausgangslage. Zwischen Netflix und Taccia.
WAS WIR GEHÖRT HABENDaniel wohnt allein. Er kocht ab und zu, schaut Netflix, schläft nach langen Arbeitstagen tief. Empfang bekommt er „von Zeit zu Zeit". Sein ideales Wochenende klingt nach Popcorn auf der Couch. Auf die Frage, was er sich für den Raum wünsche, schrieb er: „keine Idee."
Aber unter den Möbeln, die bleiben sollten, stand eine Flos Taccia — die Lampe von Achille Castiglioni aus 1962. Daneben ein Bar-Trolley. Er sagte, er wolle „nichts Ausgefallenes". Doch was er behielt, war Designgeschichte. Die Aufgabe lag nicht darin, einen Stil zu erfinden — sondern den schon vorhandenen Geschmack einzuladen, sich zu zeigen.
Vom Bestand zum Konzept
DER ÜBERGANGWarme Grautöne in Verbindung mit Blau. Holz, Leinen und Marmor als Grundmaterialien. Klare Sichtachsen, gezielte Lichtinseln. Der Fernseher wurde Teil einer ruhigen Bilderwand — die Katzenmöbel bewusst gestaltet, statt versteckt.
Vorher · Bestand, 2024
Konzept · 3D PerspektiveDie Suite, die der Wohnung fehlte.
DIE RICHTUNGWir entschieden uns für eine warme, geerdete Palette: Grautöne mit Blau-Akzent, Holz, Leinen, Marmor. Materialien mit Geschichte, nicht mit Statement. Klare Sichtachsen, gezielte Lichtinseln statt nur Deckenflut.
Im Dual Mood Board zeigten wir Daniel die ästhetische Richtung, in die wir ihn führen wollten — und warum.
Mood Board Wohn-Esszimmer · Farbpalette, Materialien, Atmosphäre. Fortgesetzt aus dem Konzept des Schlafzimmers.
Mood Board Schlafzimmer.Komposition statt Möblierung.
DIE ENTSCHEIDUNGENFünf Entscheidungen, die das Projekt geformt haben.
01
Die Fortsetzung
Dieselbe Tapete aus Leinen wie im Schlafzimmer, jedoch in einem helleren Grauton. Holz und Marmor als Wiederkehr. Was im Schlafzimmer ein Ton war, wurde in der Wohnung ein Akkord — eine Sprache über mehrere Räume hinweg.
02
Die Bilderwand mit Fernseher
Daniel wollte fernsehen, ohne dass der Fernseher das Wohnzimmer beherrscht. Statt ihn zu verstecken, machten wir ihn zum Teil einer ruhigen Bilderwand — schwarz gerahmte Fotografien, in deren Mitte der Bildschirm sitzt. Wenn er aus ist, verschwindet er in der Komposition. Wenn er an ist, gehört er dazu.
Wandregal aus Metall, schwarz. Entworfen von Dual Interiors, gefertigt im Metallbetrieb des Auftraggebers.03
Das Regal aus Metall
Wir entwarfen ein Wandregal aus Metall — ein offenes Raster, das selbst wie ein Objekt wirkt. Daniel ließ es in einen Metallbetrieb fertigen. Das einzige Möbelstück der Wohnung, das aus unserer Zeichnung stammt.
04
Die Katzenmöbel
Katzenmöbel sind meistens funktional und selten schön. Wir suchten so lange, bis wir Stücke fanden, die nach Möbeln aussehen — und nicht nach Tierbedarf. Der Kratzbaum als skulpturales Schwarz. Der Katzenturm als zylindrisches Objekt. Die Kletterwand als Wandkomposition. Sie sind nicht in den Raum gestellt — sie gehören zu ihm.
05
Die Möbel kamen aus dem Geschäft
Sofa und Sessel kamen von Bo Concept, ausgewählt mit Daniel im Laden. Manche Entscheidungen lassen sich am Bildschirm treffen. Diese nicht. Sitzen, Stoff fühlen, Maße erleben — und gemeinsam entscheiden. Das Ergebnis: ein blaues Cord-Sofa mit klarer Linie, ein passender Lounge-Sessel aus der selben Serie.
Ein Raum,
der benutzt wird.
DAS ERGEBNIS
Eine ruhige, geerdete Atmosphäre — hotelartig, aber persönlich. Klare Komposition aus Materialität, Farbe und Licht. Ankommen und durchatmen.
ERGEBNIS
Esstisch Delmo · ø 137 cm. Tischplatte Nero Marquina-Marmor, Tischfuß lackierter Stahl. Armlehnstuhl von Vitra.So entstand ein Apartment, das einheitlich wirkt und dennoch voller individueller Akzente steckt – ein Raum, der nach einem langen Arbeitstag nicht nur Rückzug bietet, sondern auch das Gefühl eines maßgeschneiderten Zuhauses.
„Ich wollte mich endlich wohlfühlen, wenn ich nach Hause komme – jetzt ist genau das passiert.“
Sofa und Sessel · Bo Concept. Bouclé in Blau. Sideboard USM Haller · Fritz Haller & Paul Schärer, 1963. Anthrazit, mit Klappen. Tischleuchte Taccia · Achille & Pier Giacomo Castiglioni, 1962 · Flos. Aluminium und Glas. Aus Daniels Bestand.
Kratzbaum, Katzenturm, Kletterwand · schwarz. Als Möbel gewählt, nicht als Tierbedarf.
Ein Dual Signature-Projekt.
So entstehen Räume, die zu Dir passen — in sechs Etappen, von der ersten Frage bis zur Übergabe.